Verschiedene Nachrichten

Oktober 2019 (Blocksbergkurier)

 

Kein Geld mehr! Gerüchte zum Rundschreiben

Das Ministerium spricht davon, dass schon in den kommenden Monaten mit einer Verschärfung der finanziellen Lage der magischen Welt zu rechnen ist, sollten die Kobolde weiterhin ihrer Arbeit fernbleiben.

Angekündigt wurde ein Schreiben welches in den nächsten Tagen alle Besitzer von Schließfächern und Verliesen über die aktuelle Lage informiert. Spekulationen zum Trotz haben wir mit Gerhart Tuchmacher gesprochen. Seine seherischen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Finanz- und Börsenwelt sind einzigartig.

Redaktion: Es muss schon ein sehr schwerwiegendes Schreiben sein, wenn dieses extra vom Ministerium angekündigt wird. Immerhin gibt es wenige magische Familien, die ihr Vermögen nicht von Gringotts verwalten ließen.
Tuchmacher: Nun ich habe schon zu Beginn des Magiesterbens davor gewarnt, dass die Kobolde auf kurz oder lang einen sicheren Ort suchen werden. Es gibt viele dankbare Menschen, die damals auf mich gehört haben und denen geht es auch heute noch verhältnismäßig gut.
Redaktion: Die meisten haben aber nun doch immer noch ihre Konten bei Gringotts. Was können diese Personen nun erwarten?
Tuchmacher: Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Eine sinnvolle und eine wahrscheinliche.
Redaktion: Sie gehen also wieder einen anderen Weg als das Ministerium?
Tuchmacher: Ich rechne stark damit, dass das Ministerium fieberhaft nach Möglichkeiten sucht, die Kobold-sicherungen zu umgehen oder mithilfe vereinzelter Kobolde, die eventuell im Ministerium gefangen gehalten werden. Es wird  bald eine Lösung geben an Teile des Vermögens heranzukommen. Dieses Geld wird dann aber nicht an die Besitzer, sondern an den magischen Staat übertragen.
Redaktion: Sie reden ernsthaft über eine Enteignung?
Tuchmacher: Ja, das Ministerium wird von Umverteilung reden, das klingt doch sehr viel freundlicher.
Redaktion: Wenn dies die wahrscheinliche Ankündigung ist, welches ist die sinnvollere?
Tuchmacher: Ich halte es nicht für sinnvoll, länger an einer kobold- gestützten Währung festzuhalten. Auch in dem Fall wäre es eine Enteignung, denn alles was wir bisher besaßen, wäre weg, aber ist es das nicht jetzt schon seit einigen Jahren sowieso? Wieso sollten sich weite Teile der magischen Bevölkerung noch länger quälen? Natürlich werden reiche Magier mit großem Anteil an Vermögen innerhalb der Gringottsmauern, wie zum Beispiel die Familie zu Greifenberg und viele mehr, an der alten Währung festhalten wollen. Wir wissen aber auch, das gerade solche Personen auf die politischen Entscheidungen ein gewissen Einfluss haben können.

 

Seltene Auszeichnung für Urban Wendelin

Das Komitee des St.-Hilarius-Ordens verleiht den gleichnamigen Orden in diesem Jahr an den Chefheiler des Eulendorfers Krankenhauses in Deutschland: Urban Wendelin. Der Orden des St.-Hilarius wird alle fünf Jahre an einen renommierten Heiler verliehen. Eine kleine Sensation ist diese Wahl sehr wohl, denn Urban Wendelin ist der erste Heiler seit fünfundvierzig Jahren, der nicht einer Einrichtung der St- Hilarius-Stiftungen tätig ist.

Zur Person:

Urban Wendelin betreibt seit Jahren ein magisches Krankenhaus in Eulendorf. Hier werden magische Krankheiten noch geheilt. Das Krankenhaus ist klein, das Personal zuvorkommend und hilfsbereit. Kleinere magische Verletzungen können nach wie vor, dank der Magie und der noch immer sehr gut ausgestatteten Apotheke, sehr schnell geheilt werden. Der Chef-Heiler Urban Wendelin forscht unermüdlich an dem Phänomen des Magiesterbens und ist gewillt auch unorthodoxe Wege zu gehen. Aktuell führt ihn seine Forschung zu einem der größten Magie-Hot-Spots nach Belm.

 

Pressekonferenz zum Spiel Deutschland gegen Italien

Aufgrund mehrerer Nachfragen zu unserem Artikel vom Vortag reichen wir hier die Pressekonferenz mit dem Quidditch-Nationalspieler Bertholdt Achlo nach. Es war nicht im Sinne der Redaktion Ihnen etwas vorzuenthalten:

Redaktion: Hr. Achlo, das Spiel war grandios. Sie haben den Schnatz schon nach einer halben Stunde gefangen, obwohl es erst 20 zu 10 für Deutschland stand. Immerhin war dies ein Freundschaftsspiel, wo doch der Spielspaß und nicht der Sieg im Vordergrund stehen sollte.
Achlo: Ja, das stimmt. Wenn es nach mir ging, ich hätte gerne noch auf meiner Juliette (Anmerkung der Redaktion: so nennt Hr. Achlo seinen diesjährigen Rennbesen), ein paar Runden gedreht, aber heute morgen beim Frühstück, wo auch die Italiener zugegen waren, wurde mit ihnen abgestimmt, dass wir das Spiel so kurz wie möglich halten sollten.
Redaktion: Wurden Übungszüge oder Punkterahmen im Vorfeld auch besprochen?
Achlo: Nein, dafür blieb keine Zeit. Der Kapitän der Italiener Giovinazzi hat einen dringenden Termin reinbekommen, den er nicht verschieben wollte. Sicher hätte man auch das Spiel verschieben können, aber da wir schon einmal alle in Italien waren und das Reisen heutzutage auch nicht so einfach ist, beschlossen wir das Spiel einfach möglichst kurz zu halten.
Redaktion: Reisen Sie auch heute noch zurück nach Deutschland?
Achlo: Nein, ich habe es nicht eilig.
Redaktion: Und der Hausverkauf in Belm?
Achlo: Darum kümmert sich meine Anwaltskanzlei und das Ministerium.
Redaktion: Es ist das Haus ihrer Familie. Interessiert sie denn nicht, was damit in Zukunft passiert?
Achlo: Ich möchte damit wirklich nichts mehr zu tun haben.
Redaktion: Haben Sie Erinnerungen an die Zeit, als sie dort lebten?
Achlo: Kein Kommentar. Gibt es noch Fragen zu Quidditch? Nein, dann bitte ich mich zu entschuldigen. Ich werde jetzt noch etwas Urlaub in Italien machen

 

Oktober 2017 (Bild-Zeitung)

BRANDSTIFTUNG?
Kinderheim brennt aus +++ Betreuerin stirbt

Gestern nacht brannte das Kinder­heim “Sonnnschein” in der Nähe von Heidelberg vollständig aus. Alle 56 Kinder konnten gerettet werden, drei kamen mit leichter Rauchver­giftung ins Krankenhaus. Für eine Betreuerin, die sich zur Zeit im Rahmen eines Resozialis­ierungsprogramms in der Einrich­tung aufhielt kam dagegen jede Hilfe zu spät. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Um Spenden zum Wiederaufbau des Kinderheims wird gebeten.

 

Oktober 2017 (Psychologie aktuell)

Neues Resozialisierungsprogramm des Universitätsklinikums Heidelberg.
Die psychiatrische Abteilung des Universitätsklinikums Heidelberg hat zum ersten August mit einem neuen Resozialisierungsprogramm begonnen. Patienten die an diesem Programm teilnehmen, bekommen die Möglichkeit stundenweise und unter Betreuung eines Psychologen in ihren erlernten Berufen zu arbeiten und so einen Weg zurück in die Gesellschaft mit einem geregelten Tagesablauf zu finden. Auch die bekannte Kinderpsychologin Antonia Achlo, die sich seit Mitte Januar 2016 in stationärer Behandlung des UVK Heidelberg befindet, nimmt an diesem neuen Resozialisierungsprogramm teil.

>Psychologie aktuell< hat Frau Achlo in dem Kinderheim in dem sie nun arbeitet besucht und konnte feststellen, dass sie sich liebevoll um die Kinder kümmert und auch mit dem Kollegium gut auskommt. „Frau Achlo ist sehr professionell, unsere Kinder mögen sie sehr. Wenn man nicht weiß, das sie aus einem Sozialisierungsprogramm kommt würde man es nicht merken.“, kommentiert Heimleiterin Clara Moskowitz.

 

Oktober 2016 (Psychologie heute)

Skandal in Kinder- und Jugendpsychatrie Geißelstein

Reporter haben unhaltbare Zustände aufgedeckt. Misshandlung, Hungerkuren, unsachgemäße Behandlung der Patienten, laut Zeugenberichten über mehrere Jahre hinweg.
Eine ehemalige Angestellte, Oberschwester Henriette B., machte der Polizei gegenüber ihre Aussage und berichtet von zahlreichen Misshandlungen der Schutzbefohlenen zwischen drei und sechszehn Jahren.
Ein Journalist hatte sich als Hausmeister in die Anstalt eingeschleust und so die Zustände in dem abgelegenen alten Schloss aufgedeckt, welches seit 1906 als geschlossene Anstalt für geistig verwirrte Kinder und Jugendliche genutzt wurde.
Sämtliches Personal wurde nach Bekanntwerden der Zustände umgehend entlassen, die verwahrlosten Patienten in andere Kliniken überwiesen und das Gebäude geschlossen und versiegelt.
Der kurz vor der Pensionierung stehende Leiter Dr. Siebrecht wurde in Untersuchungshaft genommen.

 

Februar 2016 (Blocksbergkurier)

Squibs für Nurmengard ungeeignet

Ein Mysteriöser Fall der unser Ministerium im Oktober 2015 beschäftigte, war die Festnahme von Antonia Achlo.

Im Oktober 2015 wurde eine Auroreneinheit der magischen Reserve im Anwesen vom verstorbenen Gerhard Gallo untergebracht. Der Dienst begann zunächst friedlich und unauffällig. Das sollte sich aber in der ersten Nacht ändern. Nach Zeugenaussagen wurde ein schwarzmagischer Fluch oder ein Ritual für die Freisetzung einer Gestalt, die Gemeinhin als „schwarzer Mann“ bezeichnet wurde, abgehalten. Das ganze hielt die Anwesenden Auroren in Atem.
Luisa (6 Jahre) wurde in dieser Nacht von dem Wesen entführt. Das Wesen drohte mit dem Ableben des Kindes und nur durch das beherzte Eingreifen der Reservisten und Auroren konnte dieses verhindert werden.
Experten widersprechen der Theorie vom Kinderstehlenden und Alpträume bringenden „schwarzen Mann“ und vermuten dahinter eine, durch das Magiesterben bedingte Mutation eines Dementors.

Angaben und Aussagen zufolge soll das Wesen fremdgesteuert und gezielt auf Lisa angesetzt und für den Tod einiger anderer Kinder verantwortlich sein. Antonia hat ihr Leben mit der Erforschung dieses Wesens zugebracht und stand damit unter dringenden Tatverdacht. Noch in derselben Nacht konnte sie festgenommen werden. Aufgrund von mehreren Fällen der psychischen Misshandlung, Körperverletzung und Freiheitsberaubung Schutzbefohlener wurde Achlo im Dezember zu einer Mehrjährigen Unterbringung in Nurmengard verurteilt. Die gewünschte Anklage aufgrund des Verdachtes auf Todschlag, konnte nicht erhoben werden. Der Gamot wies diese kurz nach Prozesseröffnung ab. Antonia soll für den Tot von ihren Mentoren Gerhard Gallo im Jahre 2006 verantwortlich sein. Die Todesursache konnte damals nicht eindeutig festgestellt werden, allerdings kann auch bis zum heutigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass sein Tod durch Fremdeinwirkungen eintrat.

„Im Zweifel für die Angeklagte“ entschied der Gamot unter der Leitung von Julius Ernst.

Vor zwei Wochen dann die Überraschung, die Anwälte von Antonia Achlo gingen in Revision. „Es gibt neue Erkenntnisse zum Geisteszustand unserer Mandantin die nicht ignoriert werden dürfen“ erklärt der Strafverteidiger Johannes Kleemann. „Wir widersprechen deutlich der Unterbringung in Nurmengard, da es sich bei unserer Mandantin um einen Squib handelt. Wir fordern die Überstellung in eine Muggeleinrichtung“
Diesem Antrag wurde kurze Zeit später stattgegebene, da die Anwesenheit der Dementoren für einen Squip mehr als unverhältnismäßig wäre. Ein neuer Präzedenzfall wurde damit ins Leben gerufen. Anfang Februar wurde Antonia Achlo in das Institut Heidelberg überstellt und wird dort psychologisch betreut.